Donnerstag, 18. Mai 2017

Rezension: Him. Mit ihm allein - Sarina Bowen/Elle Kennedy

© Lyx Verlag
Him. Mit ihm allein
| Sarina Bowen & Elle Kennedy |

Verlag: Lyx Verlag 2016
Seiten: 384 
ISBN: 9783736302518

MEINE BEWERTUNG 

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Freunde?

Jamie weiß ganz genau, was er will. Er möchte nach dem College als Profi Eishockey spielen. Außerdem ist er sich sicher, dass er Frauen mag. Bis er seinem ehemals besten Freund Wes nach Jahren im Trainingscamp gegenüber steht und von einem Moment auf den anderen gar nichts mehr so genau weiß …

„Him. Mit ihm allein“ ist eine schöne Liebesgeschichte, die im Grunde ganz normal ist. Bis auf die Tatsache, dass Homosexualität eine Rolle spielt. Gleichzeitig geht es um den nächsten großen Schritt im Leben. Das College ist zu Ende und die jungen Männer stehen - jeder für sich - vor der Entscheidung, welchen Weg sie gehen sollen und ob sie ihre bisherigen Pläne überhaupt in die Tat umsetzen möchten.

Die Protagonisten Jamie und Wes kannten sich schon als Kinder und haben sich als Jugendliche aus den Augen verloren. Denn damals ist etwas geschehen, woran Wes nicht gerne zurück denkt. Doch plötzlich werden sie gemeinsam einen Sommer verbringen und für Wes steht fest, dass er es diesmal nicht vergeigen und endlich wieder ganz normal mit Jamie befreundet sein will.


Als Leser taucht man mit Wes und Jamie in ihr Leben und Universum ab. Meistens geht es wirklich nur um die beiden, ihre Gefühle und die Verwirrung, weil keiner recht weiß, wie ihre Freundschaft weitergeht. Denn Jamie fühlt sich auf einmal zu Wes hingezogen, so wie es in einer Männerfreundschaft eigentlich nicht üblich ist. Wes ist zwar bekennend homosexuell, allerdings stellt er diese Seite von sich in den Hintergrund. Nach dem Sommer möchte er in der Profiliga Eishockey spielen, und ihm schwant, dass man da nicht besonders gern schwule Profi-Sportler sehen will.


Die Geschichte wird abwechselnd von Jamie und Wes erzählt. Diese Erzählform gefällt mir immer gut, weil man auf diese Weise mit allen Protagonisten gemeinsam die Ereignisse erlebt. Die Autorinnen haben hier besonderes Augenmerk auf die Diskrepanz zwischen der eigenen Gedankenwelt und der äußeren Wirkung gelegt, wodurch man sieht, wie rasch mal ein Missverständnis entsteht.


Die Stimmung ist von Schmetterlingen im Bauch, sexy Szenen und großer Zukunftsangst geprägt. Keiner der beiden weiß, wohin sie ihre heimlichen Gefühle und Wünsche führen könnten, und so schleichen sie wie die Katze um den heißen Brei herum. Dabei fühlt man sehr mit den beiden mit. Ich konnte mir ihre Situation gut vorstellen und spürte, dass es eben schwierig ist, sich zu trauen und aufeinander zu zugehen.


Der Verlauf der Ereignisse ist mir persönlich etwas zu schnell gegangen, weil ich mir nur schwer vorstellen kann, dass manche Hemmschwelle so niedrig liegt. Dennoch konnte ich die Entwicklung der Figuren gut verfolgen und ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.


Weniger gefallen haben mir die Eishockey-Szenen. Ich weiß, wenn es um Sportler der Eishockey-Szene geht, dann muss sich der Roman auch solchen Passagen widmen. Trotzdem haben sie mich etwas gelangweilt und ich war froh, dass sie sehr kurz gehalten sind.


Dennoch ist es ein gelungener Liebesroman mit Höhen und Tiefen, Ängsten und Hoffnungen - gespickt mit der Tatsache, dass homosexuelle Liebe nach wie vor Mut erfordert, wenn jemand dazu stehen will.


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MEINE BEWERTUNG

Die Reihe:
1) Him. Mit ihm allein
2) Us. Du und ich für immer

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