Montag, 6. April 2015

Rezension: Der Berg - Dan Simmons

© Random House
Meine Bewertung ★★★★

SHORT FACTS

Titel: Der Berg
Autor: Dan Simmons
Verlag: Heyne 2014
Seiten: 768
ISBN: 9783453268968

 


Der Berg ruft!


1924 sind die Bergsteiger George Mallory und Andrew Irvine am Mount Everest verschwunden. Bis heute ist unklar, ob sie beim Versuch den Gipfel zu erklimmen scheiterten oder ob ihnen der Abstieg zum Verhängnis wurde.

Ein Jahr später treten drei Bergsteiger in die Fußstapfen der Vermissten. Offiziell begeben sie sich auf Bergungsmission, um einen weiteren verunglückten Gipfelstürmer heimzuholen. Doch welcher Alpinist kann schon widerstehen, wenn die Spitze des Berges zum Greifen ist?

Der Mount Everest. Der höchste Berg der Welt. Nach wie vor eine der größten Herausforderungen für passionierte Bergsteiger. Der Protagonist Jake kann es kaum glauben, dass ihn der Diakon gemeinsam mit dem erfahrenen Bergführer Jean-Claude auf diese Mission mitnimmt. Welcher Alpinist träumt nicht davon, den Gipfel des Mount Everest als Erster zu erreichen?

Eingangs lernt man Jake, den Diakon und Jean-Claude kennen. Man schwingt sich mit ihnen über halsbrecherische Steilhänge, nimmt unbekömmliche Abkürzungen und seilt sich über bröckliges Felsgestein ab, bis die Vorbereitungen für die Mission beginnen.

Zuerst war es schwierig in den trockenen Erzählstil des Autors reinzufinden. Gerade die Vorbereitungen für die Expedition werden sehr sachlich abgehandelt, was mich zwar anfangs etwas gelangweilt aber auf einmal so richtig gepackt hat! Denn die Probleme, die in den 20er-Jahren ein Vorhaben dieser Größenordnung aufwarfen, waren beachtlich und die Schilderung der neu angepassten Ausrüstungsgegenstände, die mittlerweile in unseren Alltag eingezogen sind, haben mich so sehr fasziniert, dass ich sogar meine Straßenbahnhaltestelle übersehen habe.

Wer hätte gewusst, dass mein geliebter Daunenfedermantel einst gedacht war, um das Dach der Welt zu erklimmen?

Ist man erst am Berg angelangt, beginnt nicht nur das Abenteuer, sondern damit fängt der Ärger erst richtig an. Damals wie heute sind es Sauerstoffmangel, Benommen- und Antriebslosigkeit und der fehlende Appetit, die neben den herkömmlichen Bedrohungen des Berges jeden noch so trainierten Menschen nach dem Leben trachten, während der Gipfel so nah erscheint und in vielen Fällen doch unerreichbar bleibt.

Der letzte Abschnitt nimmt eine sehr unerwartete Wendung, die mich momentan richtig überrumpelt hat. Hier bringt der Autor so richtig Spannung ins Spiel, die das Abenteuer Everest in ein eindrucksvolles Ende überführt und einem zum Schluss das Buch bedächtig zuklappen lässt.

Meiner Meinung nach ist es kein Roman für jedermann, wer sich aber für den Mount Everest, Bergsteigen oder die unfassbaren Abenteuer der Pioniere jener Zeit interessiert, wird sich der Mission von Jake, Jean-Claude und dem Diakon oder eben dem Ruf des Berges kaum entziehen können und - wie ich - diese Geschichte mit Begeisterung lesen.

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Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Wieder eine tolle Rezi von Dir :) Aber ich glaube in dem Fall ist das nicht ganz mein Ding :)

    LG Danni

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