Dienstag, 23. September 2014

Rezension: Die 5 Leben der Daisy West - Cat Patrick

Quelle: pixabay.com
Meine Bewertung ★★

SHORT FACTS

Titel: Die 5 Leben der Daisy West
Autor: Cat Patrick
Verlag: Boje 2012
Seiten: 304
ISBN: 9783414820617

 

Dämlich, absurd & trotzdem irgendwie nett


Daisy ist eine Jugendliche und mittlerweile schon zum 5. Mal gestorben. Wie das funktioniert? Sie ist Probandin eines Experiments, die das geheime Medikament Revive testet.



Revive holt Menschen ins Leben zurück und wird unter strengster Geheimhaltung unter Verschluss der Öffentlichkeit an den Opfern eines Busunglücks ausprobiert.

Daisy ist eine davon, lebt mit ihrer „Familie“ - zwei Geheimagenten - zusammen und wird so oft wie notwendig mittels Revive ins Leben zurückgeholt. Doch wer dem Sensenmann immer wieder von der Schaufel springt, muss sich auch mit der strengen Geheimhaltung arrangieren und die nötigen Umzüge in neue Leben in Kauf nehmen.

Es ist wieder so weit, Daisy beginnt ein neues Leben und fängt in einer neuen Schule an.



Die Protagonistin Daisy ist mir sehr sympathisch. Sie ist ein kluges Mädchen, etwas verschlossen - was bei diesen Umständen nicht verwunderlich ist - und traut sich endlich mal Freundschaften zu schließen. Mit den neuen Freunden lernt sie auch neue Perspektiven kennen, die sie über ihre bisherigen 5 Leben nachdenken lassen, woraufhin sie sogar das Experiment an sich in Frage stellt.



Aber leider agiert die Protagonistin teilweise sehr unlogisch, was weder zu ihrem Lebensumfeld noch ihrer Erziehung passt und ich als sehr befremdlich empfunden habe.



Hinzu kommt die flapsige Handlung.



Obwohl das Experiment um Revive im Mittelpunkt stehen sollte, rückt es die meiste Zeit in den Hintergrund, macht für Liebesgeschichten, Schicksalsschläge und jugendliche Entwicklungssprünge Platz, bis es einem am Ende wieder mit Pauken und Trompeten so richtig um die Ohren geknallt wird. Dabei fühlt man sich plötzlich in einen James-Bond-Film versetzt, was der ganzen Geschichte einen wirklich dämlichen und absurden Gesamteindruck verleiht.



Der Schreibstil der Autorin hingegen nimmt einen richtig mit. Sogar banale Stellen werden angenehm beschrieben, sodass sich die Seiten schon fast von allein umblättern und ich das Buch trotzdem irgendwie gern gelesen habe.



Ich kann dafür zwar keine Leseempfehlung aussprechen, aber falls man es daheim herumliegen hat oder es einen in der Bibliothek in die Hände fällt, warum eigentlich nicht? 

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