Sonntag, 15. Juni 2014

Rezension: Fahrenheit 451 - Ray Bradbury


© Diogenes

Meine Bewertung ★★★



Short facts


Titel: Fahrenheit 451

Autor: Ray Bradbury
Verlag: Diogenes Verlag 2013
Seiten: 293
ISBN: 978-3-257-26104-2


Romanze eines Schriftstellers mit Bibliotheksregalen


Fahrenheit 451 (232 ° C): der Hitzegrad, bei dem Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt


Guy Montag lebt in einer Welt, in der Bücher streng verboten sind. Die Menschen lassen sich von Videowänden unterhalten und von Ohrmuscheln beschallen. Sie vertreiben sich die Zeit mit trivial aufbereiteter Unterhaltung, die sie von der eigenen Gedankenwelt abzulenken sucht.

Es ist nicht nur, dass Bücher verboten sind und ihr Besitz strafbar ist, sie werden sogar verbrannt. Verbrannt und vernichtet von der Feuerwehr, die sich bei jedem Alarm mit Flammenwerfern ans Werk macht.

Der Protagonist Montag ist Feuerwehrmann, verdient sich seinen Lebensunterhalt mit dem Flammenwerfer in der Hand und steckt eines Tages aus Neugier ein zum Flammentod verurteiltes Buch ein. Und was er liest regt ihn zum Nachdenken an …
Trotz des ernsten Themas ist die Geschichte flüssig und spannend geschrieben, nur zum letzten Viertel hin, lässt es etwas nach.


Bradbury hat diesen Klassiker vor über 50 Jahren geschrieben und er scheint aktueller denn je. Obwohl sich die Menschen ständig von Medien unterhalten lassen, kommt das Nachdenken zu kurz. Man landet bei Zusammenfassungen von Inhalten, aus denen wiederum Kurzfassungen entstehen, die noch hübsch mit der passenden Werbung untermalt sind. Diese grundlegende Botschaft hat mich zu starkem Nachdenken angeregt und meine Bücherliebe noch mehr bestärkt.


„Was Sie hier vor sich haben, ist die Romanze eines Schriftstellers mit den Bibliotheksregalen; die Liebesaffäre eines traurigen Mannes namens Montag - nicht mit dem Mädchen von nebenan, sondern mit einem Rucksack voller Bücher. Was für ein Liebesabenteuer!“ (Nachwort S. 292)
 



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Kommentare:

  1. Total witzig, wie der Feuerwehrmann hier eine ganz neue Bedeutung bekommt. Mir hat das Buch gut gefallen, aber "1984" von George Orwell bleibt meine liebste Dystopie!

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    1. Ja, der Feuerwehrmann! Eine total verdrehte Welt und Entwicklung, aber auf eine ganz eigene Art unserer gar nicht so unähnlich. "1984" habe ich noch gar nicht gelesen, ein weiterer Klassiker, den ich unbedingt kennenlernen muss.

      Liebe Grüße,
      Nicole

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    2. Dann hol das möglichst bald nach :D Die Charaktere von "1984" haben mich einfach noch einmal viel mehr von sich überzeugt.

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    3. Wird gemacht! Und wieder was für die WL ...

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