Dienstag, 8. April 2014

Rezension: Frankenstein - Mary Shelley

Quelle: pixabay.com

Meine Bewertung ★★



Short facts


Titel: Frankenstein

Autor: Mary Shelley
Verlagvorleser.net
Hörbuch: 7 h : 30 m



Wissenschaftlicher Horrorklassiker


In groben Zügen mag die Geschichte von Mary Shelley's Dr. Frankenstein wohl jedem bekannt sein:

Den jungen Schweizer Victor Frankenstein treibt sein Studium nach Deutschland, wo er sich vor allem mit den Naturwissenschaften - der Chemie und der menschlichen Anatomie - auseinandersetzt.
Während seiner Studien kommt er zu einer revolutionären Erkenntnis, die er gedankenlos in die Tat umsetzt:
Er haucht zusammengestückelten Leichenteilen Leben ein.

Obwohl uns die Geschichte von Frankensteins Monster einen Schauer über den Rücken jagt, ist dieser Klassiker viel mehr eine Abhandlung über Möglichkeiten, Grenzen und ethischer Verantwortung der Wissenschaft.

Aus noblen Vorsätzen heraus, Leben zu schaffen und Tote wieder zu erwecken, erschafft Victor Frankenstein ein Wesen, das ihm das Blut gefrieren lässt.  Von der eigenen Schöpfung abgestoßen, wendet er sich von der Verantwortung ab, bis sie ihn auf monströse Weise einholt und ihr Recht verlangt.
Das Monster hingegen, geschaffen in einer Welt, die nichts dergleichen kennt, vom Vater verstoßen, von der Menschheit gefürchtet, entwickelt aus Verzweiflung und Einsamkeit eine tosende Wut, die sich in unstillbaren Rachegelüsten gegen seinen Schöpfer richtet.

Die Geschichte selbst wird von Victor Frankenstein anhand von Briefen und Begegnungen erzählt. Durch die Hörbuchversion war es fast so, als würde mir der Doktor selbst von seinem Schicksal berichten.
Ich glaube aber, dass sich das Buch im Vergleich dazu nur sehr mühsam lesen lässt, denn es sind nicht die offensichtlichen Schauer sondern die inneren Kämpfe, die im Vordergrund stehen.

Insgesamt betrachtet Mary Shelley die - nach wie vor - aktuellen Fragen der Wissenschaft in der Sprache ihrer Zeit:
Darf man alles tun, nur weil es möglich ist?
Oder gibt es Grenzen, über die zu treten wir nicht wagen sollten?


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