Montag, 31. März 2014

Rezension: Opferzeit - Paul Cleave


© Random House

Meine Bewertung ★★☆☆


Short facts


Titel: Opferzeit

Autor: Paul Cleave
Verlag: Heyne 2013
Seiten: 657
ISBN: 978-3-4534-3749-4



Joe is back


Spoiler aufgepasst! Es handelt sich um eine Fortsetzung.



Dieser Thriller ist die Fortsetzung von Paul Cleaves „Der siebte Tod“ - meiner Meinung nach einer der besten Serienmörder-Thriller der letzten Jahre.

Joe hat überlebt. Eigentlich wollte sich der Schlächter von Christchurch das Leben nehmen, doch sein Selbstmordversuch ist gescheitert.

Nun sitzt Joe in einer Gefängniszelle im Trakt für besonders böse Buben und erwartet sehnsüchtig seinen Prozess, um einen Freispruch entgegenzunehmen:

Mein Name ist Joe. Ich bin unschuldig. Fragen Sie meine Opfer."


Während Joe sich im Beteuern seiner Unschuld übt, schmiedet Melissa X einen Plan, um den Geliebten zu ermorden und auch der ehemalige Cop Schroder kann - als damaliger Hauptermittler - nicht die Finger von dem krankhaften Charakter lassen.


Obwohl Paul Cleaves Schreibstil durchgehend gut ist, hat er es nicht geschafft, den krankhaft charmanten Charakter des Serienmörders Joe in dieser Fortsetzung aufrecht zu halten. Im 1. Teil wird man von Joes genialer Banalität richtiggehend erschreckt und fühlt sich in die kranken Vorstellungen des Serienkillers ein.

Diesmal hat man es mit einem gestörten Mann in einer Gefängniszelle zutun, der viel erdulden und ertragen muss, während sein Prozess in die Nähe rückt.

Die klischeehaften Cops schränken die Spannung weiter ein. Wir treffen Einzelkämpfer, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der sich schon mal in die gewünschte Richtung biegen lässt, mulmigen Gefühlen, bei verdächtigen Personen, und schmerzhaften Verletzungen, die sie trotzdem nicht auf Verstärkung warten lassen. 


Der Thriller erstreckt sich auf fast 700 Seiten und dafür passiert leider erschreckend wenig. Man hätte die Handlung auch auf weniger Seiten erzählen können.  


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