Mittwoch, 12. März 2014

Rezension: Madame Bovary - Gustave Flaubert


Quelle: pixabay.com


Meine Bewertung ★★☆☆☆


Short facts


Titel: Madame Bovary
AutorIn: Gustave Flaubert
Verlag: Anaconda Verlag 2011
Seiten: 448
ISBN: 9783866470439








Die Madame und der moralische Verfall


Emma, nach ihrer Heirat als Madame Bovary bekannt, ist eine schöne Frau, die sich - ihrer Ehe überdrüssig - der inneren Unzufriedenheit hingibt. Sie träumt von durchtanzten Nächten, rauschenden Bällen und dem aufregenden Leben der Pariser Großstadt.


Den Keim der Unzufriedenheit erstmal gesät, gedeiht er prächtig im Alltagsleben der Ehefrau. Sie vertreibt sich die Zeit mit Romanen, flüchtet sich in den Kaufrausch und setzt sogar in gefährlichen Liebschaften ihr gesellschaftliches Ansehen und ihre Ehe auf’s Spiel.

Dieser Klassiker war doch sehr zäh zu lesen. Alle Charaktere fühlen sich unterkühlt und distanziert an. Man schafft es einfach nicht, Nähe zu ihnen aufzubauen und es liest sich schon eher, wie eine sachliche Abhandlung der damaligen Gesellschaft.


Während es nicht nur an Sympathieträgern fehlt, ist es auch die Geschichte selbst, die gleichförmig dahingleitet und es sogar in dramatischen Höhepunkten an Emotionalität fehlen lässt. 


Überraschend war allerdings der flüssige und angenehme Schreibstil von Gustave Flaubert. Immerhin - vor mehr als 150 Jahren geschrieben - lässt es sich gut lesen und bietet dem Leser einen Blick auf die Gesellschaft der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.



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