Freitag, 21. März 2014

Rezension: Das Labyrinth erwacht - Rainer Wekwerth

© Arena Verlag

Meine Bewertung ★★★☆☆



Shortfacts


Titel: Das Labyrinth erwacht

AutorIn: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena Verlag 2013
Seiten: 406
ISBN: 978-3-401-06788-9

Perfides Weltenspiel


7 junge Erwachsene erwachen auf einer beschaulichen Steppe. Ohne Erinnerung sind sie auf sich gestellt und es gilt Portale zu erreichen, durch die sie zu anderen Welten kommen. Doch mit jeder Welt die sie erreichen, schrumpft die Anzahl der Portale, sodass rein rechnerisch immer einer zurückbleiben muss.


Nicht nur eine unvermutet feindliche Umgebung und bedrohliche Verfolger, sondern auch perfide Charaktere machen der Gruppe zu schaffen.


Wer war man davor, welches Spiel wird hier gespielt und wer ist man jetzt überhaupt?


Denn langsam offenbaren sich Charaktereigenschaften und zwar nicht nur für einen selbst, sondern es entpuppen sich auch die wahren Wesenszüge der anderen in der Gruppe.
Doch für Überlegungen bleibt keine Zeit, weil es warten weitere Welten und es gibt nur 6 Portale in die nächste.


Wer bleibt zurück?


Die Grundidee der Geschichte ist faszinierend. Ohne Erinnerung landen die Figuren in einer Welt, die nicht nur sie selbst nicht verstehen, sondern auch dem Leser rätselhaft ist. Man wird am Wissensstand der Protagonisten gehalten, wodurch ein hohes Spannungslevel geschaffen und aufrecht erhalten wird.

Durchgehend stellt sich die Frage, was das Ganze überhaupt soll und worauf es hinausläuft.

Abwechselnd nimmt man die Sicht der einzelnen Personen ein. Dadurch erkundet man nicht nur mögliche Zusammenhänge, sondern lernt die Protagonisten kennen, deren Wesen in nebulösen Erinnerungsfetzen verborgen liegt.

Dieser Band - der Auftakt einer Reihe - schickt den Leser durch 2 Welten. Ich denke, die 2. Welt hätte man sich in diesem Teil sparen können, weil sie sich gerade mal über das letzte Viertel des Buches erstreckt und sie hat bei mir einen verworrenen Eindruck hinterlassen. Ein böser Cliffhanger nach Welt 1 hätte mir besser gefallen.

Insgesamt betrachtet verbirgt sich in der ungewöhnlich konstruierten Rahmenhandlung eine durchdachte Charakterstudie, die für mich allerdings weniger interessant ist.
Sollte doch meine Neugier auf die Fortsetzung siegen, dann eigentlich nur, um der Systematik und Intention hinter dem kranken Weltenspiel auf den Grund zu gehen.


Die Labyrinth-Trilogie:
1) Das Labyrinth erwacht
2) Das Labyrinth jagt dich [Rezension lesen]
3) Das Labyrinth ist ohne Gnade [Rezension lesen]



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