Montag, 20. Januar 2014

Rezension: Die Listensammlerin - Lena Gorelik

© Rowohlt

Meine Bewertung ★★☆☆



Short facts


Titel: Die Listensammlerin

Autor: Lena Gorelik
Verlag: Rowohlt 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3-8713-4606-4

Ausgesammelt


Sofia - eine junge Mutter mit schriftstellerischen Ambitionen - hat eine Neurose. Sie schreibt Listen. Nein, nicht bloß schnöde Einkaufs- und To-do-Listen sondern zum Beispiel Listen mit Sätzen, die sie niemals sagen wollte. Daneben muss sich Sofia mit einem harten Schicksal abfinden. Ihre Großmutter leidet unter Demenz und ihre kleine Tochter kam nur mit einem halben Herzen zur Welt,

was lebensgefährliche Operationen nach sich zieht. Und je beängstigender ihr Leben wird, umso mehr flüchtet sie sich in das Verfassen ihrer Listen.

Ein zweiter Erzählstrang berichtet aus der Vergangenheit von ihrem Onkel Grischa in der UdSSR. Könnte die Listenschreibwut ein Familienerbe sein?


Die Protagonistin Sofia hat mir sehr gut gefallen. Sie ist gut ausgearbeitet, man ängstigt und ärgert sich mit ihr und versucht gemeinsam mit ihr, ihre Beweggründe zu verstehen.


Aber die Geschichte an sich kommt mir unfertig vor. Es ist fast so, als handelt es sich um ein erstes Skript aus dem erst eine richtige Geschichte entstehen wird. Die Handlungen reihen sich aneinander, manche sind banal, andere einschneidend, und trotzdem entsteht keine Dynamik.


Im Endeffekt bleibt ein mittelmäßiger Roman, mit ernsten Themen, der wohl zum Nachdenken anregen sollte.



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