Donnerstag, 16. Januar 2014

Rezension: Der Duft von Schokolade - Ewald Arenz


© dtv

Meine Bewertung ★★


Short facts


Titel: Der Duft von Schokolade

Autor: Ewald Arenz
Verlag: dtv 2011
Seiten: 368
ISBN: 978-3-4232-5319-2



Duftende Kaffeehaus-Romanze


Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert in Wien. Leutnant August Liebeskind hat seinen Militärdienst beendet und pflegt nun in den Wiener Kaffeehäusern über seine weitere Zukunft nachzudenken. Es gibt ein Angebot vom Onkel, dem Schokoladenfabrikanten, das er kaum ablehnen kann. Da trifft er die resolute Elena Palffy, eine Dame sondergleichen, die ihn mit ihrem rüpelhaften Ton, sofort in ihren Bann zieht. Doch Elena Palffy lässt sich nicht so leicht beeindrucken, sondern nur durch herzhaftes Konfekt und feinste Schokolade bezirzen.

Obwohl die Liebe von August und Elena im Mittelpunkt der Geschichte steht, ist es eigentlich das duftende und kulinarische Drumherum, wodurch der Autor beeindrucken kann. Der Leser sitzt mit August in den Kaffeehäusern Wiens, riecht die köstlichsten Kaffeekreationen und blickt wählerisch auf das Konfekt, das zur Auswahl steht. Später macht man sich mit August daran, Schokolade-Symphonien aus feinsten Gewürzen zu schaffen und damit nicht nur Elenas Herz sondern auch sämtliche Konditoreien bis Berlin zu erobern.

Gerade diese duftende Komponente hat mir besonders gut gefallen. Kaum jemand kann sich vorstellen, wie oft ich während der Lektüre das Verlangen auf eine gute Melange verspürt habe oder mich die Lust auf Pralinen gepackt hat. Eine hinreissende Lektüre, die zwar nicht durch die Liebesgeschichte an sich sondern durch den deliziösen Schreibstil des Autors betört. 


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