Samstag, 18. Januar 2014

Rezension: Der blinde Mörder - Margaret Atwood


Quelle: pixabay.com



Meine Bewertung ★★★


Short facts


Titel: Der blinde Mörder

AutorIn: Margaret Atwood
Verlag: bloomsbury 2009
Seiten: 703
ISBN: 978-3-8333-0172-8





Die Geschichte zweier Schwestern


Die betagte Iris blickt auf ihr Leben zurück. Dabei spart sie weder mit Sarkasmus noch Kritik und schon gar nicht mit den Unannehmlichkeiten des Alterns.



Iris und ihre jüngere Schwester Laura wuchsen als Töchter eines reichen Knopffabrikanten in Kanada auf. Bis die Wirtschaftskrise auch über diese Fabrik ihren dunklen Schatten warf. Da wird Iris an den ambitionierten und wohlhabenden Richard verheiratet, der sich auch sofort um die jüngere Schwester Laura kümmert.

Doch Laura beging mit 25 Jahren Selbstmord, woraufhin ihr das Buch „Der blinde Mörder“ postum zu großer Berühmtheit verhalf.

Aber war sie wirklich die Autorin? Und was geschah einst hinter der Fassade?

Hierbei handelt es sich nur um den Grundzug der Hauptgeschichte. Tatsächlich wartet Margaret Atwood mit 4 Erzählsträngen auf, die sogar unabhängig voneinander spannend und interessant zu lesen wären. Kaum ein Genre wird dabei ausgespart. Der Leser bekommt einen Familienepos, Science Fiction, eine Liebesgeschichte mit einer Portion Zeitgeschichte geliefert und darf sich trotz dieser gewagten Komplexität an einem mitreissenden Roman erfreuen.

Abgerundet wird dieses Werk durch Margaret Atwoods fesselnden Schreibstil. Während sie den Protagonisten pralles Leben einhaucht, lässt sie den Leser durch fantasievolle Welten reisen, nur um ihn anschließend umso härter auf den Boden der Tatsachen knallen zu lassen.

Teilweise hatte das Buch aber seine Längen, was wohl an den komplexen Handlungen liegt. 

Wer sich also gleichzeitig in die 30er-Jahre, auf fremde Planeten und düstere Familiengeschichten begeben will, ist mit Margaret Atwoods „Der blinde Mörder“ gut beraten.



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