Samstag, 7. Dezember 2013

Rezension: Die Unvollendete - Kate Atkinson


© Droemer Knaur

Meine Bewertung ★★★



Short facts


Titel: Die Unvollendete

Autor: Kate Atkinson
Verlag: Droemer Knaur 2013
Seiten: 544
ISBN: 978-3-426-19981-7



Unvollendet


Immer und immer wieder erblickt Ursula Todd das Licht der Welt bis es dunkel wird und sie sich auf’s Neue den Weg ins Leben kämpft. 

Einmal dauert Ursulas Leben nur wenige Minuten, dann stirbt sie in hohem Alter. Sie ist Geliebte, Single oder verheiratet. Erlebt Schicksalsschläge oder teilt sie selbst aus. 

Einzige Konstanten sind Ursulas Familie und die Zeit, in der sie ihre Leben lebt. Weder dem 1. Weltkrieg ihrer Kindheit noch dem 2. Weltkrieg als Erwachsene kann sie entgehen. Schreckliche Ahnungen aus längst vergessenen Leben begleiten sie durch den Alltag und offenbaren sich häufig als beängstigende Visionen, die sie zu verhindern sucht.

Es war sehr interessant zu lesen. Anfangs verwirrten mich die einzelnen Abschnitte etwas, bis ich herausfand, dass die Geschichte mit Ursulas Geburtsdatum als Titel (11.Februar 1910) von Neuem beginnt. Die Kapitel sind auch laufend in Schnee und Krieg unterteilt, was noch mehr zu meiner Verwirrung beitrug.


Ansonsten offenbart sich in dieser Geschichte ein anregendes Gedankenspiel. Was wäre, wenn wir unser Leben immer wieder leben würden ohne es zu ahnen? Diese Perspektive auf die Möglichkeit einer Wiedergeburt hat mich sehr nachdenklich gestimmt.


Und wie es in der Natur dieses Romans liegt, hatte ich danach das Gefühl, dass er unvollendet ist. Wenn ein Leben nach dem anderen geschildert wird, errät man schnell, dass sich keine Ende finden wird und so muss sich der Leser mit dem Unvollendeten zufrieden geben.



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