Sonntag, 8. Dezember 2013

Rezension: Das Testament der Jessie Lamb - Jane Rogers


© Random House

Meine Bewertung ★★☆☆


Short facts


Titel: Das Testament der Jessie Lamb

Autor: Jane Rogers
Verlag: Heyne 2013
Seiten: 450
ISBN: 978-3-4533-1485-6



Dystopische Jugendliche


In Jessies Welt werden aufgrund einer Erkrankung keine Kinder mehr geboren. Werdende Mütter sterben unter schrecklichen Umständen während der Schwangerschaft und die Menschheit versinkt zunehmend in Hoffnungslosigkeit und Resignation. 


Wissenschafter suchen krampfhaft nach einer Lösung und die Jugendliche Jessie trägt die Gewissheit in sich, ihren Teil zur Rettung der Welt beitragen zu können. 


Die Autorin entführt den Leser in eine traurige Welt, die von der Düsternis der Kinderlosigkeit verschlungen wird. Jessie zeichnet gesellschaftliche und politische Entwicklungen in ihrem Testament für die Nachwelt auf - natürlich in der Hoffnung, dass es eine geben wird. Es kommt zu Unruhen und Radikalisierung, wobei hier viele Entwicklungen für mich nicht ganz nachvollziehbar sind. Jugendliche Gutmenschen rotten sich in verschiedensten Organisationen zusammen und versuchen, durch Bomben, Mülltrennung oder dem Wahlrecht für 6jährige die Welt zu retten!?! Hier fehlt mir einfach der Bezug zur Grundthematik. Jessie selbst trifft eine Entscheidung, mit der ich persönlich auch nichts anfangen kann und ihre Eltern werden mir etwas zu passiv dargestellt. 

An und für sich zeigt uns Jane Rogers eine beängstigende Vorstellung. Was wäre wenn keine Kinder mehr geboren werden?


Diese interessante Grundidee wurde allerdings etwas farblos verpackt. Für mich ist das Testament der Jessie Lamb der Hilferuf einer depressiven Jugendlichen, die sich in eine fixe Idee verliert und sich gedankenverloren in ihre Wunschvorstellungen flüchtet. 



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