Freitag, 26. Juli 2013

Rezension: Die Goldputzerin - Jana Barth

Meine Bewertung ★★
Quelle: pixabay.com


Short facts


Titel: Die Goldputzerin
Autor: Jana Barth
Verlag: Klecks-Verlag 2013
Seiten: 282
ISBN: 978-3-9428-8497-6

Interessantes Debüt


Ivar ist uneingeschränkter Herrscher seiner Insel Ivartan. Seine Gefolgschaft - Menschen der modernen Welt, die einst mit ihm in der Hoffnung auf ein angenehmes Leben in sein Königreich gingen - fürchtet ihn rückhaltlos. Er lebt in seinem Schloss, umsorgt von seinen Untertanen, einzig in seinem Rottweiler Blutblume sieht er einen Freund.


Die Jahre vergehen und für Ivar scheint es Zeit, sich eine Frau zu nehmen. Seine Wahl fällt auf die Goldputzerin Mathilda, eine Schönheit sondergleichen, die nach und nach dem Herrscher verfällt, wäre nur nicht ihr Geliebter Richwin, den sie einfach nicht vergessen kann.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr schwer gefallen. Die Grundlage für Ivars uneingeschränkte Macht ist nicht erkennbar oder hat sich mir einfach nicht offenbart. Die Menschen geben einer Vision zuliebe ihr Leben in der modernen Gesellschaft auf und lassen sich dann von einem einzigen Mann bedingungslos unterdrücken. Diesem Gedankengang kann ich nicht folgen.

Anfangs noch farblos, brillieren die Charaktere immer deutlicher durch Raffinesse und bestechen durch unerwartete Wendungen. Im weiteren Verlauf gewinnt die Geschichte durch erotische Intermezzi an Fahrt und geht auf ungeahnten Wegen einem packenden Ende entgegen. Einem Ende, woran sicher so manch alter Meister der Erzählkunst seine Freude gehabt hätte. 

Die Sprache ist durch Ecken, Kanten und mancher missglückten Wortwahl geprägt. Trotzdem liest es sich ausgesprochen gut und ich beglückwünsche die junge Autorin zu ihrem Erstlingswerk! 


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