Dienstag, 2. April 2013

Rezension: Ewig währt der Zorn - Andrea Kane



Quelle: pixabay.com
Meine Bewertung ☆☆

Short facts


Titel: Ewig währt der Zorn
Autor: Andrea Kane
Verlag: Weltbildausgabe 2013
Seiten: 443
ISBN: 978-3-86800-989-7

Zum Gähnen.


Die Geschichte beginnt eigentlich an Weihnachten vor 17 Jahren. Die 10jährige Morgan findet die grausam zugerichteten Leichen ihrer Eltern im Keller. Beide waren beruflich sehr engagiert, ihr Vater war Staatsanwalt und ihre Mutter hat äußerst erfolgreich ein Frauenhaus geführt. Sogar der Mörder ist schnell gefasst und büßt für seine fürchterliche Tat hinter Gittern. Durch Rückblenden erfährt der Leser, dass die kleine Morgan daraufhin bei den besten Freunden ihrer Eltern, ein Politiker, seine beruflich erfolgreiche Ehefrau und deren Tochter, aufwächst.


17 Jahre später. Es ist Weihnachten. Plötzlich stellt sich heraus, dass der als Täter inhaftierte Mann gar nicht der Mörder sein kann, weil dieser ausgerechnet zum Zeitpunkt des Mordes einen Gangster erschossen hat.
Für die mittlerweile erwachsene Morgan bricht eine Welt zusammen und nun liegt es an ihr, den Mörder ihrer Eltern zu fassen. Großartige Unterstützung leisten dabei ihre Adoptiveltern und Privatdetektiv Monty , der vor 17 Jahren bereits als Kommissar in diesem Fall ermittelt hat.



Meiner Meinung nach wäre die Geschichte durchaus ausbaufähig, allerdings hat die Autorin persönlich ihr eigenes Werk um den gebührenden Thrill betrogen. 

Die gesamte Geschichte ist mit der Darstellung, des schweren Lebenswegs der tapferen, starken und trotzdem bedauernswerten Morgan gepflastert. Laufend werden dem Leser das schlimme Ereignis der Kindheit und der neue Schicksalsschlag aus verschiedensten Perspektiven vor Augen geführt. Beim Lesen dachte ich mir, danke, ich hab’s verstanden, und es hat mich nach und nach schon richtig geärgert.



Es ist nicht nur die Protagonistin Morgan, ähnlich werden die anderen Charaktere positiv überzeichnet. Angefangen von Privatdetektiv Monty bishin zu Morgans Adoptiveltern mit dem Resultat, jeder einzelne hatte vor 17 Jahren eine schwere Zeit, ist bewundernswert, erfolgreich, gutmütig und von den jüngsten Ereignissen tief getroffen.

Fazit: In der Bemühung Spannung zu erzeugen wurde sie regelrecht vernichtet. Weit und breit ist kein Gegenspieler in Sicht, rätselhafte Ereignisse, die auf die Spur des Mörders führen sollen sind derartig unglaubwürdig und durchschaubar, dass der routinierte Thriller-Leser die Geschichte und das Ende despektierlich nach einem Viertel des Buches für sich entlarvt hat.


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