Sonntag, 10. März 2013

Rezension: Rotkäppchen muss weinen - Beate Teresa Hanika


© Fischer Verlag

Meine Bewertung ★★


Short facts


Titel: Rotkäppchen muss weinen

Autor: Beate Teresa Hanika
Verlag: Fischer 2012
Seiten: 256
ISBN: 978-3-5965-1259-1



Zum Weinen.


Malvina kann das Ende der Klavierstunde kaum erwarten, denn endlich sind sie da, die heißersehnten Osterferien!

Nur blöd, dass ihre beste Freundin Lizzy auf Skiurlaub ist, aber egal, dann besucht sie eben allein den Opa. 
Der Opa ist einsam, weil die Oma gestorben ist und daher muss man sich um ihn kümmern, man darf ihn nicht in Stich lassen.

Bei Opa angekommen, hat es das 13jährige Mädchen allein mit dem alten Mann zutun und da küsst er sie tatsächlich auf den Mund!
Später im Auto erzählt sie ihrem Papa davon, allerdings zeigt der keine Reaktion. 



Während der Osterferien liegt es an Malvina den Opa mit Mahlzeiten und Wein zu versorgen, denn die Mama hat ständig Migräne und der Opa verlangt auch explizit nach der 13jährigen Enkelin. Doch in Malvina sträubt es sich immer mehr gegen den täglichen Besuch und wäre da nicht Klatsche, ein Junge aus der Wohnbausiedlung, der ihr gut gefällt, würde sie komplett in ihrer Gefühlswelt untergehen.

Die Autorin erzählt aus Malvinas Perspektive in einem, dem Alter entsprechenden, einfachen Schreibstil, der das erschütternde Ausmaß nur noch weiter unterstreicht.

Fazit: Eine aufrührende Geschichte über ein junges Mädchen, dass es trotz des inneren Konflikts schafft, dem Missbrauch des Großvaters die Stirn zu bieten und sich den unverständlichen Blicken ihrer eigenen Familie entgegen stellt.


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