Montag, 4. März 2013

Rezension: Der Kameramörder - Thomas Glavinic




© dtv


Meine Bewertung ★★



Short facts


Titel: Der Kameramörder

Autor: Thomas Glavinic
Verlag: dtv 2006
Seiten: 156
ISBN: 978-3-4231-3546-7




"Ich wurde gebeten alles aufzuschreiben"


"Ich wurde gebeten alles aufzuschreiben" lautet die erste Zeile dieses Romans. Es folgt das Protokoll eines Osterwochenendes in der Steiermark.



Ein Paar besucht ein befreundetes Paar über das lange Osterwochenende in einem kleinen Dorf. Während gemeinsame Vergnügungen kulinarischer und sportlicher Art am Programm stehen, ereignet sich im Ort ein grausamer Doppelmord. Zwei Kinder werden vom "Kameramörder" gezwungen, sich vor laufender Kamera in den Tod zu stürzen.



Es ist ein bizarrer, teilweise verstörender Kriminalroman, der Alltagsroutinen mit Medienkritik verschmelzen lässt.

Der Erzählstil in Protokollform war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Der Ich-Erzähler ist auf teilweise holprige und beinah unmenschlich sachliche Weise bemüht, die richtigen Worte zu finden und kein Detail auszulassen. Aber gerade dieser Stil, zwingt einen regelrecht weiterzulesen.

Nach und nach gewinnt die Geschichte an Spannung, man merkt, da kommt bald was. Das Ende ist nicht abschätzbar und so unbegreiflich, dass man noch nach dem Lesen längere Zeit damit beschäftigt ist ... 


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